Borsdorf historisch...

Erste urkundliche Erwähnung 1207 als "Barstorp" (von wahrscheinlich "Bar-bloß-alleinstehendes Dorf").

Borsdorf ist eine uralte Siedlung, deren Beginn in die vorgeschichtliche Zeit der Kelten und noch älterer Kultur - und Siedlungsperioden verfolgt werden kann. Hier konnten bedeutende Funde der ältesten Kulturperiode durch Öffnung alter Begräbnisstätten geborgen werden.

Ab 1935 wurde der bis an das Dorf heranreichende Wald gerodet um einen Flugplatz für die deutsche Luftwaffe zu errichten. Als während des Krieges die Me-109 Jagdflugzeuge des Richthofen-Geschwader auf dem Flugplatz stationiert waren, hatte die Borsdorfer Bevölkerung erheblich unter Bombenangriffen zu leiden. Während der Anlage des Flugplatzes wurde der inzwischen als Borsdorfer Henkel bekanntgewordene Bronzehenkel eines Gefäßes gefunden.

Der berühmte "Borsdorfer Henkel", (Henkel eines Bronzegefäßes aus dem 5. Jahrhundert v.Chr., Original im Landesmuseum Darmstadt, Replik im Niddaer Heimatmuseum) wurde im Feld zwischen Borsdorf und Harb gefunden.

Zur Schule gehen die Borsdorfer Kinder schon seit 1528, dies wird durch die Kirchenbücher nachgewiesen. Borsdorf gehört seit Jahrhunderten zum Kirchenspiel Ober-Widdersheim. Dort gingen die Borsdorfer Kinder - Sommer wie Winter - genau 100 Jahre zur Schule. Am 23.11.1628 erhielt Borsdorf seine eigene Schule.

Die Borsdorfer Kirche wurde im Jahre 1873 vollendet, nachdem die 1620 erbaute Kirche baufällig geworden war und 1869 mit dem Abbruch des Kirchengebäudes begonnen wurde. Die Kirche von 1873 wurde auf einem Basaltsockel im interessanten neoromanischen Stil mit komplett erhaltenem Innenraum errichtet und ist ein Gesamtkunstwerk des 19. Jahrhunderts.

1870 wurde der Borsdorfer Bahnhof in Betrieb genommen.
Der Bahnhof liegt an der Strecke Giessen - Gelnhausen.

Bahnhof in Borsdorf Mitte der 50er Jahre

Bahnhof Mitte der 50er Jahre

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